Ein kurioser Angeltag

Manchmal gibt es Angeltage, von denen man nicht glaubt, dass es sie gibt. Ein solcher war der 25.08. am Kleinen Wannsee.

Am Sonntag, dem 25. August hatte ich zwei Kinderangelkurse am Kleinen Wannsee. Am Vormittag wollte zwei Jungs eine Einführung in die Angelfischerei haben. Nachdem die Ruten montiert waren, kamen schnell die ersten Bisse von Plötzen und kleinen Bleien. Nachdem auf Maden als Köder immer wieder kleine Fische bissen, wechselten die Jungs auf ein Maiskorn als Köder. Nachdem auch darauf ein paar Weißfische gefangen wurden, hatte einer der beiden plötzlich einen stärkeren Zug auf der Stipprute. Der Fisch kam gar nicht vom Boden hoch. Nach einiger Zeit zeigte sich etwas schmales kurz an der Wasseroberfläche, sodass ich dachte, der Junge hätte einen kleinen Blei in der Flosse gehakt. Nein noch etwas später ringelte sich ein Aal an der Wasseroberfläche und so klein war der nicht, klar maßig. Es gelang, den Aal zu keschern (an der Stipprute war ein 0,14er Vorfach) und an Land zu bringen. Knapp 60 cm und ganz gut genährt. Es passieren immer wieder ungewöhnliche Dinge beim Angeln, aber ein Aal, der auf ein am Boden liegendes Maiskorn beißt? Die Vegetarier sind auf dem Vormarsch.

Soweit so gut. Die Jungs haben sich über den Fang gefreut. Am Nachmittag dann der zweite Kurs. Wieder wurde mit Stippruten und Fliegenmaden als Köder geangelt. Auch in diesem Kurs wurden gut Weißfische gefangen, diesmal Plötzen, Bleie und Ukeleis. Nach einiger Zeit auch hier ein starker Zug an der Angel. Diesmal zeigte sich gleich ein weiterer Aal an der Angel, noch etwas länger als der erste, der ebenfalls erfolgreich gelandet werden konnte.

An einem Angeltag am hellichten Tag zwei Aale an Stippruten auf ein Maiskorn und zwei Maden als Köder, hätte ich den Text auf lateinisch verfassen sollen? Zumindest von den Aalen gibt es Fotos, die sind real, der Rest stimmt zwar auch, aber ich kann verstehen, wenn‘s kaum einer glaubt.