Messe WASsERLEBEN in Berlin

An unserem Messestand hatten Schüler die Möglichkeit das Lebewesen Fisch zu im wahrsten Sinne des Wortes zu begreifen.

Kaum ein Besucher konnt sich vorstellen das aus diesen 2 cm langen Fischlarven einmal stattliche Meterhechte werden können.

Vom 28. bis 31. März öffneten sich die Tore der Halle 6.2 wieder für die Klassen der Berliner Schulen. Schon am Eröffnungstag stürmten die ersten vor neun in die Hallen, um ihre „Laufzettel“ abzuarbeiten. Diese Zettel gab es für drei Jahrgangsstufen (Grundschule, Mittelstufe und Oberstufe). Auf ihnen waren von jedem Aussteller fragen formuliert, die von den Schülern beantwortet werden sollten. Teilweise war dies anhand von Ausstellungsstücken möglich, teilweise mussten die Schüler ins Gespräch mit dem jeweiligen Standpersonal gehen. Letzteres kostete einige schon Überwindung.

Der Publikumsandrang war jeden Tag zumindest bis ca. 12:30 Uhr enorm und unser Stand wurde teilweise richtig belagert. Vor allem die jüngsten zweigten sich sehr interessiert und hatten sich mit der Frage, warum es in einem natürlichen Gewässer Raub- und Friedfische geben muss, bereits beschäftigt und kamen oft mit guten Ideen. Das Fischlineal, das vom sächsischen Anglerverband entworfen wurde, brachte so manche zum Staunen: so große Fische gibt es hier? Auch das Aquarium mit den 13 bzw. am letzten Tag 16 Tage alten Hechten kam gut an. Die Vorstellung, dass aus diesen Winzlingen mal Fische werden, die größer sind als einige der Betrachter…

Eine nette Anekdote war ein Pärchen, das vom Internationalen Wasserkongress in die Umweltbildungshalle zu Besuch kam und meinte, sie hätten am Vorabend einen leckeren Fisch gegessen, wüssten aber nicht, was das für einer sei. Er habe „Hecht“ geheißen. Als ich auf die Fischchen im Aquarium verwies, war da erst einmal Unglaube, der verzehrte Fisch war wohl etwas größer.

Viele Schüler_innen und auch einige Leher_innen versuchten sich an den Magnettafeln und ordneten die heimischen Fische den Kategorien Raub- bzw. Friedfisch zu oder versuchten die Bilder den Fischnamen zuzuordnen. Heimische Tiere unter Wasser sind offenbar nicht sehr bekannt. Auf Postern konnte man noch nachlesen, wie die Entwicklung vom Ei zum Fisch verläuft und welche Fischarten an ausgewählten Berliner Messstellen nachgewiesen wurden und damit Unterschiede zwischen natürlichen Gewässern und Parkteichen (die Frage für die Oberstufe) erkennen konnte.

In diesem Jahr waren auch ein paar interessierte Lehrer dabei, denen unser Auftritt so gefallen hat, dass wir am 20. April auf einer Wissenschaftsnacht an einer Schule in Hellersdorf gleich mal ein wenig Programm machen dürfen. Wenn es etwas an der Messe zu kritisieren gab, dann das, was eigentlich jedes Jahr Thema ist. Zum einen standen wir auch dieses Jahr wieder neben der Wassershow der Berliner Wasserbetriebe, die vom Konzept und Andrang ein echter Publikumsmagnet ist, aber so laut, dass alle anderen Stände in der Halle Probleme haben, die Kinder an ihrem Stand zu verstehen. Und zum anderen die Zeit. In der Zeit zwischen 13:00 und 15:00 bzw. am langen Tag 18:00 Uhr ist die Halle leer. Trotzdem hat es wieder Spaß gemacht, an der Messe teilzunehmen und wenn wir dürfen, kommen wir in zwei Jahren wieder.