Dorschfangverbot in der Ostsee

Wird für die Angler auch ein Dorschfangverbot kommen?

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Nun ist es für die Berufsfischerei soweit. Die Bestände des Dorsches (Gadus morhua) in der östlichen Ostsee sind so gering geworden, dass in den Untergebieten 24, 25 und 26 keine Dorsche mehr angelandet werden dürfen. Auch wenn östliche Ostsee nicht so klingt, das sind auch die Gebiete rund um Rügen, Usedom usw.. Ausnahme ist die kleine Küstenfischerei mit Booten unter 12 m Länge. Erst einmal trifft es hier die Berufsfischerei, aber dass ein totales Fangverbot überhaupt erlassen wird und dies mit sofortiger Wirkung, ist schon erstaunlich. Für Angler bedrohlich ist aber die Begründung:

Zudem ist der ICES (Internationaler Rat für Meeresforschung) der Auffassung, dass sich jedwede Fischereitätigkeit auf die geringen verbleibenden Mengen von Dorschen in Handelsgröße auswirken würde, was die Bestandsstruktur weiter verschlechtern und ihr Reproduktionspotenzial, das bereits auf einem historischen Tiefstand ist, weiter reduzieren würde.

Da steht „jedwede Fischereitätigkeit“, das beträfe dann auch Angler. Die Verhandlungen im Oktober zum Bag-Limit werden spannend.

Die Durchführungsverordnung der EU zum Dorschfangverbot findne Sie hier.