"Petri Heil"

Die Kulturgeschichte des Angelns

Das Buch gibt einen Überblick über die Entwicklung der Angelfischerei von den Anfängen der Menschheit bis zum heutigen Streetfishing. Es ist spannend zu lesen, wie viele Formen von Angelhaken es schon aus Knochenmaterial geschnitzt gibt.
Viele „Neuerungen“ der Angelindustrie sind offenbar schon uralt. War Angeln im alten Ägypten noch ein gefährliches Hobby, bei dem Flusspferde und Krokodile den Bootsangler ärgern konnten, so sind es heutzutage eher Tierrechtsorganisationen, die dem Angler das Leben oder besser gesagt den Fang verleiden können. Zwischenzeitlich war das Angeln auf den Adel beschränkt, waren Ruten, Schnüre und Angelkarten doch teuer. Noch der bekannte Angelbuchautor Max von dem Borne vertrat hier sehr rigide Ansichten, für wen die Angelfischerei geeignet sei. Natürlich fehlt auch Ernest Hemingway nicht, der einer der ersten war, die das Angeln auf Großfische im Meer bekannt machten und die IGFA (International Game Fishing Association) mitbegründete. Interessant ist auch die Rolle der Frau in der Kulturgeschichte des Angelns.
Das Buch sollte übrigens offenbar über ein crowdfunding-Programm finanziert werden. Leider gab es nur vier Unterstützer, so dass nur ein Viertel des gewünschten Betrags zusammenkam. Das Buch ist aber dennoch erschienen, gut so.

„Petri Heil"
Die Kulturgeschichte des Angelns
Bötefür, Markus
Vergangenheits Verlag, Berlin, 2019
Preis: 14,99 €
ISBN: 978-3-86408-254-2