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Unser Standort am Langen Tag der StadtNatur

SAV Breitehorn e.V.
Breitehornweg 46 (Liesegang Ufer)
14089 Berlin

Zu erreichen über den Breitehornweg (ehemals Liesegang-Ufer) oder den idyllischen Uferwanderweg am Westufer der Havel.

Langer Tag der Stadtnatur 2009 in Berlin

Ein Blick in den Räucherofen

Das Ziel-Fisch Team hat in Zusammenarbeit mit dem Angelverein SAV Breitehorn e.V. einige Veranstaltungen am Langen Tag der Stadtnatur auf die Beine gestellt. Bereits am Freitag begannen die Aufbauarbeiten und Vorbereitungen, hatte der Verein doch am Sonnabend vormittags bereits seinen Tag der offenen Tür, zu dem wieder Forellen geräuchert wurden.

Die Aquarien wurden mit Fischen von Fischer Vaupel besetzt.

Wir haben unsere Aquarien eingerichtet und ein paar Jungbarsche und –plötzen eingesetzt. Als besondere Attraktionen wurden uns freundlicherweise vom Berufsfischer, Herrn Vaupel ein paar Flusskrebse eine Wollhandkrabbe sowie drei Aale zur Verfügung gestellt. Wir konnten damit dem Publikum den Fisch des Jahres, den Aal, auch in natura und nicht nur in einem Vortrag vorstellen.

Am Samstag kamen pünktlich um 16:00 Uhr die ersten interessierten Gäste und stürmten die Stände. Das Planungsbüro Hydrobiologie zeigte, leider nur am Sonnabend, die Kleinlebewesen der Havel. Allerdings war die Ausbeute bei den Kescherfängen geringer als erwartet. Nichts desto trotz tummelten sich diverse Krebschen und Insektenlarven in den Schalen und beeindruckten die Kinder- und Erwachsenenaugen. Wir hatten den Eindruck, dass sich auch an diesem Stand durchaus interessante Fachsimpeleien ergaben.

Montage der Unterwasserkamera
Der etwas andere "Discovery Channel"

Noch am Freitagabend haben wir unsere Unterwasserkamera nahe dem Schilfgürtel platziert und eingerichtet. Die verwunderten Publikumsreaktionen als zwei Leute auf dem Boden sitzend einen Fernseher mit verschwommenem Bild betrachteten haben uns durchaus amüsiert. Nur bei der Nachfrage wie es beim Halbfinale in Wimbledon steht, mussten wir leider passen, das haben uns die Barsche nicht erzählt.

Kinder beim Basteln von Angelmaterial
Junge Blessrallen im Schilf

Beim Ziel-Fisch Team wollten vor allem die Kinder gleich eine Angel ins Wasser halten. Dem Fischereiamt Berlin und der Fischersozietät Tiefwerder-Pichelsdorf, als Fischereiberechtigten muss hier für ihre Unterstützung gedankt werden. So stellte uns die Fischersozietät freundlicherweise kostenfrei Angelkarten zur Verfügung, damit wir mit den Kindern im Rahmen des „Heranführens von Kindern an die Angelfischerei“ mit diesen angeln durften. Nach einer kurzen Einführung und Basteln einer Angelmontage mit dem Jugendleiter des SAV Gut Biß e.V.,Michael Meyerhoff, konnten die ersten auch gleich mit zwei Booten aufs Wasser fahren. An dieser Stelle sei den Bootsführern Gerd Budke, und Michael Meyerhoff herzlich für ihr Engagement gedankt. Ebenfalls geht ein Dank an Jan Herrmann vom Angelladen "Rutenwald", der uns das Bastelmaterial und Köder zur Verfügung gestellt hat. Die ersten Kinder waren zwar nun auf dem Wasser, der Ansturm brach aber nicht ab, so dass dieser Veranstaltungsteil an mangelnden Betreuungskapazitäten zu scheitern drohte. Da Angler aber flexibel und oft auch Profis der Improvisation sind, wurde das Konzept kurzer Hand ein Wenig verändert. Vom Bootsangeln wurde einfach auf die Angelei vom Steg umgestellt, und die Wartezeiten auf freie Angelplätze konnte mit dem Basteln von Angelmontagen und Fischschuppern überbrückt werden. Diese beiden „Kinder“ haben das ganze Treiben aus sicherer Entfernung betrachtet.

Auch noch in der Nacht waren viele Besucher da und haben dem "Fledermausmann" gelauscht.

Highlight am Sonnabend war der „Nachtflug über der Havel“. Die für das menschliche Ohr eigentlich nicht hörbaren Ortungsrufe der Fledermäuse wurden per Computer hörbar und sichtbar gemacht und den einzelnen Arten zugeordnet. Herr Kablitz verstand es auf herausragende Weise seine Zuhörer in den Bann zu ziehen. Obwohl die Gruppe mit ca. 40 Teilnehmern nicht gerade klein war, konnte jeder Zuhörer etwas lernen. Trotz einer kurz zuvor noch erhaltenen Unwetterwarnung, die unsere Zuversicht erschüttert hatte, blieb es trocken. Erschütterungen kamen dann eher vom Strandbad Wannsee herübergeweht, wo Radio Energy eine Party mit Feuerwerk feierte. Dieses Schauspiel gab es also kostenlos dazu. Trotz dieser akustischen und optischen „Störung“ machten uns insgesamt vier verschiedene Arten von Fledertieren, denn Mäuse sind es nicht, die dort am Abendhimmel fliegen, die Aufwartung. Neben der erwarteten Wasserfledermaus, ließen sich noch Abendsegler, Zwergfledermaus und Rauhhautfledermaus hören. Die Wasserfledermäuse waren nicht nur zu hören, sondern man konnte sie auch übers Wasser flitzen sehen. Alles in allem sehr beeindruckend, was sich auch daran zeigte, dass die Mehrzahl der Teilnehmer bis weit nach 23:00 Uhr aushielt und den Weg durch die Dunkelheit bis zum Nachtbus an der Gatower Straße auf sich nahm. Tolle Veranstaltung, „danke Herr Kablitz!“

Vortrag über den Fisch des Jahres 2009

Unser Konzept, während des Angelns der Kinder für die Erwachsenen Vorträge zu den heimischen Fischen anzubieten ging auf. Zahlreiche interessierte Zuhörer lauschten den Vorträgen über Fried- und Raubfische, den Aal als geheimnisvollen Wanderer und besonders dem Vortrag zur Verwertung der gefangenen Weißfische.

Kinder lernen, wie man einen Fisch filitiert.

Am Sonntag kam dies noch stärker zum Tragen. Es hat jedes Kind während des Schnupperangelns mindestens einen Fisch gefangen und so kamen strahlende Gesichter vom Steg. Die meisten Schnupperangler wollten diesen Fisch dann auch mitnehmen und essen. Also hat sich Malte unermüdlich gezeigt und immer wieder den Kindern und Eltern erklärt, wie man die Fische schuppt, filetiert und nebenbei auch die inneren Organe gezeigt. Vor allem die Kinder waren hier tatkräftig dabei und schuppten und filetierten ihre Fänge selbst. Da staunten manche Eltern nicht schlecht, was ihre Sprösslinge so alles zu Stande brachten. Wenn man sie lässt, sind Kinder durchaus Willens, Fisch nicht nur paniert in Quaderform zu sich zu nehmen, sondern Vorbereitungszeit vor dem Kochen zu investieren.

Das erste Filet von einem selbst gefangenen Fisch.

So ganz nebenbei informierten sich natürlich viele Besucher an unserem Stand zu den Möglichkeiten in Berlin und Brandenburg zu angeln. Wir erklärten die Voraussetzungen, mit Fischerprüfung, Fischereischein, Angelerlaubnisschein und wo man dies alles bekommt. Die Unterschiede im Fischereirecht zwischen Berlin und Brandenburg trafen dabei immer wieder auf Unverständnis. Obwohl unser Hauptaugenmerk auf Kindern lag und diese auch begeistert unsere Angebote nutzten, trafen wir weitgehend auf Verständnis, dass in Berlin das Angeln erst ab 12 Jahren möglich ist und wir dies auch für richtig halten, ebenso wie die Fischereischeinpflicht für alle Angelarten.

"Bis zum nächsten Jahr"

Was bleibt als Fazit des Langen Tags der Stadtnatur 2009. Viel Arbeit in Vorbereitung und Erkenntnis, dass die zahlreichen Helfer und Unterstützer, wie die Kassierer am Eingang, die Anbieter von Speis und Trank und natürlich die Bootsführer und Angelbetreuer, immer noch zu wenig waren. Trotz allem belohnten die strahlenden Kinderaugen und die meist zufriedenen Eltern das Engagement von Verein und Ziel-Fisch. Insofern werden wir 2010 wieder dabei sein und die ersten neuen Ideen dazu wurden schon auf der Veranstaltung entwickelt. Wir hoffen, dass diese Besucher auch 2010 wiederkommen.