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< Anerkennung von Fischereischeinen in Bayern
01.09.2009 09:35 Alter: 2 Jahr(e)
Rubrik: Aufgefischt Aufgefischt
Von: Thomas Struppe

Verbandstag des Landesanglerverbands Brandenburg


Ungefähr 100 Delegierte aus den Kreisverbänden und dem Landesanglerverband Berlin kamen zum 19. Verbandstag nach Rangsdorf. Dort wurde erstmals seit 10 Jahren wieder ein leichter Zuwachs an Mitgliedern festgestellt. Allerdings stehen 75 507 im Landesverband organisierten Anglern 151.000 Fischereischeininhaber sowie zusätzlich 27.000 Friedfischanglern ohne Fischerprüfung in Brandenburg gegenüber. Da vor allem bei Kindern und Jugendlichen die Mitgliederzahlen nicht zunehmen, soll hier verstärkt geworben und z.B. die Angelschulen ausgebaut werden.

Den Brandenburger Anglern stehen insgesamt 14.000 ha Eigentums- und Pachtgewässer sowie zusätzlich 17.000 ha Vertragsgewässer zur Ausübung ihres Hobbys zur Verfügung. Für 2009 können 280.000 EUR für den Ankauf weiterer Gewässer ausgegeben werden.

Der Brandenburgische Minister für ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz, Dietmar Woidke, dankte den Anglern für ihr Engagement und sprach denkwürdige Worte: „Naturschutz ist Biotopschutz und nicht einseitig Vogelschutz. Naturschutz kann und darf nicht an der Wasseroberfläche aufhören. Wenn durch Kormorane die Wirtschaftlichkeit unseres ländlichen Raumes nicht mehr gegeben ist, dann muss das Konsequenzen haben für eine Reduzierung der Kormoranpopulation.“

(Quelle: Der Märkische Angler 3-2009, S. 16-17)

Kommentar des Zeilenfischers: Da sprach der Minister wohl ehrlicher als er wollte. Ja, auch wir wollen nicht, dass der Naturschutz an der Wasseroberfläche aufhört, aber es sollte unterhalb auch um Naturschutz gehen und nicht wirtschaftliche Interessen Vorrang genießen.