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19.02.2010 16:48 Alter: 199 Tag(e)
Rubrik: Aufgefischt Aufgefischt
Von: Thomas Struppe

Kali + Salz AG und die Versalzung von Werra und Weser


Der runde Tisch , der den Umgang mit der Einleitung von salzhaltigen Abwässern aus der Salzgewinnung regeln soll, wurde auf einer der letzten Sitzungen im Jahr 2009 vor den Kopf gestoßen. Die Kali und Salz AG hatte offenbar nie ein Interesse an der Umsetzung der von vielen Beteiligten favorisierten Lösungsmöglichkeit, eine Pipeline zur Nordsee zu bauen und die Abwässer dorthin abzuleiten. Vielmehr wird weiterhin der wesentlich billigere Ansatz verfolgt, die Abwässer im Untergrund zu verpressen und eine Restmenge weiterhin in die Werra einzuleiten. Ein weiteres Problem für die Pipeline würde sich aus der Haltung des Landes Niedersachsen ergeben, das sich gegen eine Einleitung der Salzabwässer in die Nordsee ausgesprochen hat. Von dort wird argumentiert, dass man sich viel zu wenig um moderne Verfahren gekümmert habe, die solche Abwässer bei der Düngemittelproduktion erst gar nicht entstehen lasse.

(Quelle: Der Hessenfischer 4/2009, S. 18-20)