Neuere Erkenntnisse zeigen, dass Fische auch in strukturreichen Gewässern keinen besseren Schutz vor Kormoranen finden. Es konnte nachgewiesen werden, dass oftmals der Fischbestand in Ortslagen reichhaltiger ist, als in naturnahen, strukturreichen Gebieten. Der Fraßdruck durch Kormorane ist in den naturnahen Gebieten weitaus höher und sorgt für eine deutliche Reduzierung der Fischbestände. Eine Studie der Fischereiforschungsstelle Langenargen hat belegt, dass in einer künstlich mit Totholz strukturierten Strecke der Fischbestand nicht höher war als in der strukturlosen Vergleichsstrecke.
(Quelle: Bayerns Fischerei und Gewässer 1/2010, S. 8-10)