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19.02.2010 18:24 Alter: 202 Tag(e)
Rubrik: Aufgefischt Aufgefischt
Von: Thomas Struppe

Angeln und die Wissenschaft


Unter diesem Titel wird im märkischen Angler über die Tagung „Aktuelle Ergebnisse der Angelfischereiforschung“ berichtet. In den Vorträgen wurde klar gestellt, dass unter normalen Umständen Besatzmaßnahmen nicht notwendig sind und Fische sich selbst erhaltende Bestände bilden. Am Beispiel der Rurtalsperre konnte aber gezeigt werden, dass aufgrudn mangelnden Wasserstands z.B. Hechte und Zander ihre Laichplätze nicht erreichen konnten und somit ein unterstützender Besatz sinnvoll war. In vielen Bachforellenbächen erwiesen sich Besatzmaßnahmen hingegen als kontraproduktiv oder bestenfalls sinnlos. Ebenfalls diskutiert wurde der Einfluss von Mitgliedern in Vereinen und Verbänden z.B. auf Besatzmaßnahmen. Hier wurde vor allem auf die unterschiedlichen Auswirkungen der Verbandsstrukturen eingegangen. Wenn die Gewässer in Vereinshand sind, wird der Druck der Mitglieder, Besatzmaßnahmen durchzuführen, stärker, während Gewässer in Verbandshand hier einem geringeren Druck ausgesetzt seinen. Dies wurde aber von einigen der Anwesenden doch bezweifelt. Ein Vortrag über das Zurücksetzen von Hechten, zeigte, dass diese die Prozedur weitgehend unbeschadet überstanden. Auch über die Entnahme von Fischen eines bestimmten Größenfensters wurde berichtet. Eine Vorgehensweise, die aber noch einige Fragen aufwirft. Der Vortrag über das Angeln von Behinderten belegte, dass das Angeln für diese Menschengruppe von herausragender Bedeutung ist und Unterstützung verdient.

Einen weiteren Bericht über diese Tagung finden Sie auch im Zeilenfischer unter der Rubrik „Umwelt und Naturschutz“.

(Quelle: Der märkische Angler 1/2010, S. 10-12)