Neben den Raub- und Friedfischkursen sind noch weitere Angelkurse im Aufbau. Schon fertig ist unser Kurs für das Friedfischangeln in Brandenburg. Dieser Kurs hat als einzige Voraussetzung ein Mindestalter von 8 Jahren. Aufgrund der Regelung zum Friedfischangeln in Brandenburg ist eine Anglerprüfung und ein Fischereischeinschein hierfür nicht erfoderlich. Wir bieten diesen Kurs als Schnupperkurs an, um für sich zu entscheiden ob man Spaß an der Angelei hat. Sofern bei diesem Kurs weiteres Interesse an der Angelei geweckt wird empfehlen wir Ihnen eine Anglerprüfung abzulegen. Nur durch den Besuch von Lehrgang und Prüfung ist es in unseren Augen effektv möglich sich die notwendige Theorie vollständig anzueignen.
Für Berlin wird zur Zeit an einem Kursangebot "Heranführen von Kindern an die Angelfischerei" nach den Berliner Bestimmungen (Siehe Infoflyer "Angeln in Berlin in jedem Alter") gearbeitet.
Ebenfalls noch Zukunftsmusik sind Einsteigerkurse im Bereich Fliegenfischen. Sollten Sie an einem Kurs in diesem Bereich Interesse haben können Sie uns gerne über unsere Kontaktseite ansprechen.
In Brandenburg ist die Angelfischerei auf Friedfische ohne Fischereischein erlaubt. Dabei wird das „Angeln auf Friedfische“ über die Angelmethode und die Köderwahl definiert. Es dürfen dabei
Verboten ist die Verwendung von
Wir zeigen Ihnen die drei gängigen Methoden zur Friedfischangelei (Stippfischen, Laufpose und Grundrute).
Das Stippfischen ermöglicht ein schnelles, direktes Angeln und wurde daher auch bei den früher durchgeführten Wettfischen oder bei den heutigen Hegefischen angewendet. Zielfische sind alle Weißfischarten (Blei, Plötze, Güster) sowie Rotfeder und kleine Barsche. Es handelt sich um eine einfach zu beherrschende Technik, da aufgrund der definierten Schnurlänge auch das zielgerechte Auswerfen erleichtert wird. Da also keine Schnurreserve zur Verfügung steht, sind andererseits die Möglichkeiten bei dieser Technik begrenzt. Die Maximale Wassertiefe, in der geangelt werden kann entspricht der Rutenlänge minus einem Meter (damit wenigstens ein wenig Schnur zum manövrieren und für den Fisch bleibt).
Die Angelfischerei mit einer Laufpose wird immer dann eingesetzt, wenn man den gewünschten Angelplatz mit der Stipprute nicht mehr erreichen kann (Entfernung vom Ufer), oder, wenn die Wassertiefe größer, als die Angel lang ist. In diesem Fall kann auch nicht mehr mit einer feststehenden Pose geangelt werden. Die richtige Wassertiefe wird dann mit einem Schnurstopper eingestellt, der durch die Rutenringe läuft und mit auf die Rolle aufgewickelt werden kann. Nach dem Auswurf läuft die Pose so lange auf der Schnur entlang, bis sie durch den Stopper aufgehalten wird. Die Angelei mit der Laufpose ist auch dann anzuwenden, wenn man Fische erwarten kann, die wahrscheinlich eine solche Kraft im Drill entwickeln, dass sie Schnur von der Rolle ziehen und die Schnur an einer Stipprute reißen oder gar die Stipprute brechen würde. Verwendung findet diese Angeltechnik für alle Friedfischarten vom Blei über Plötzen, Rotfedern bis hin zu Karpfen und Schleien. Das Platzieren aller denkbaren Friedfischköder (Maden, Teige, Regenwürmer,...) ist möglich.
Wenn der Köder auf dem Gewässergrund angeboten werden soll und der Einsatz einer Pose nicht möglich ist oder diese nicht benötigt wird, kann die Grundangelei eingesetzt werden. Dies kann z. B. dann der Fall sein, wenn ein Köder weit entfernt angeboten werden soll. Vielfach wird diese Angeltechnik auch bei der Nachtangelei auf Aal angewendet.
Für die Berliner Gewässer empfehlen wir den Einsteigern Stippruten von 7 m Länge, die vor allem auch beim Uferangeln den Kompromiss zwischen gut erreichbarer Angeltiefe z.B. in Kanälen und Bequemlichkeit bieten.
Die Rutenlänge für das Angeln mit einer Laufpose kann zwischen 2,5 und 4,5 m betragen. Die minimale Schnurlänge auf der Rolle sollte 100 m betragen. Die Schnurstärke ist von der beangelten Fischart abhängig und kann zwischen 0,15 mm (oder geringer) z.B. beim Weißfischangeln bis hin zu 0,40 mm (und mehr) beim Angeln auf Großkarpfen liegen. Auch der gewählte Köder und die Tragkraft der Pose beeinflussen die Rutenwahl, da die Ruten auf ein definiertes Wurfgewicht abgestimmt sind und entsprechend weich oder steif sind.
Für das Grundangeln liegt die Rutenlänge im Normalfall bei 1,8 -2,7 m. Beim Angeln mit Bleigewichten sind die Ruten auf ein definiertes Wurfgewicht abgestimmt und entsprechend weich oder steif. Die Rute und Schnurstärke wird in Abhängigkeit vom Wurfgewicht gewählt. Bei sehr weiten Entfernungen, in denen der Köder angeboten werden soll, oder in stark strömenden Gewässern wird ein höheres Gewicht benötigt als in Ufernähe oder in Stillgewässern. Die minimale Schnurlänge auf der Rolle sollte 100 m betragen. Die Schnurstärke ist von der beangelten Fischart und ebenfalls dem zu werfenden Gewicht abhängig und kann zwischen 0,20 mm bis hin zu 0,40 mm (und mehr) beim Angeln in stark strömenden Flüssen liegen.
Für die Kurse können Sie ihr eigenes Angelgerät mitbringen oder wir stellen Ihnen Angelgerät leihweise zur Verfügung. Im Kurs beraten wir Sie zur Ausrüstung, die natürlich auch vom bevorzugten Angelgewässer abhängt. Sie lernen, wie die verschiedenen Montagen aufgebaut werden und die Unterschiede für strömende oder stehende Gewässer. Wir erklären Ihnen, wie vielversprechende Angelplätze aussehen, wie sie die Tiefe des Gewässers ausloten können und wo wahrscheinlich der Fisch steht. Beim Angeln werden wir verschiedene Köder kennenlernen, die für die jeweiligen Zielfische, vor allem Weißfische, geeignet sind. Je nach Ihren Ansprüchen kann der Schwerpunkt auf eine der drei Angelmethoden gelegt werden.
Wir bringen Ihnen praktisch bei, wie ein gefangener Fisch tierschutzgerecht betäubt, geschlachtet und vom Haken gelöst wird, wie man ggf. tief sitzende Haken entfernt, ohne den Fisch zu verletzen und wie der Fisch zu behandeln ist, wenn er dem Gewässer nicht entnommen werden darf (z.B. haben in Berlin Alande ein Mindestmaß). Wir informieren Sie über die wichtigsten rechtlichen Regelungen, die beim Angeln zu beachten sind.
Selbstverständlich dürfen Sie ihre Fänge mitnehmen und selbst verwerten. Wir geben Ihnen Tipps, wie sie die zwar grätenreichen aber wohlschmeckenden Weißfische sinnvoll zubereiten können.
Jeder Kurs zum Friedfischangeln in Brandenburg dauert mindestens 5 Zeitstunden. Pro angefange 3 Teilnehmer steht ein Betreuer zur Verfügung. Die Kursgebühren variieren je nach Teilnehmerzahl:
Die Maximale Teilnehmerzahl ist auf 6 Personen beschränkt.
Wir bieten die Kurse zum Friedfischangeln in Brandenburg an verschiedenen Gewässern an, wobei die Umgebung von Berlin bevorzugt wird, da ansonsten ggf. Reisekosten anfallen.
Die notwendigen Unterlagen zum Angeln nach der Friedfischregelung in Brandenburg (Fischereiabgabe, Angelkarte) können zum Selbstkostenpreis von uns beschafft werden.