Im Bereich Raubfischangeln bieten wir Ihnen folgende Kurse an:
Jeder Raubfischkurs dauert mindestens 3 Zeitstunden. Die Kursgebühren variieren je nach Teilnehmerzahl:
Die Raubfischangelei mit Kunstködern ist nach der Fliegenfischerei eine der aktivsten Angelmethoden. Da beim Spinnfischen immer ein direkter Kontakt zum Köder besteht, sind Bisse und die Bodenstruktur sehr gut spürbar. Dieser direkte Kontakt ist so faszinierend, dass viele Angler nach den ersten Erfolgen kaum noch anders dem Raubfisch nachstellen wollen.
Das Köderspektrum ist sehr weit gefächert und reicht von realistischen Nachbildungen von z.B. Fischen, Krebsen oder Würmern bis hin zu Phantasieködern, die allein durch Geruch oder Reizeffekte wie Druckwellen oder Reflexionen den Zielfisch zum Anbeißen verleiten sollen.
Wie erfolgreich ein Fangtag verläuft, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Neben der richtigen Köderwahl ist es ausschlaggebend, den Köder „richtig“ zu führen. Das bedeutet u.a. herauszufinden, wie ein Köder möglichst verführerisch im Wasser spielt. Doch das beste Köderspiel bringt nicht viel, wenn man keinen Blick für die Gewässerstruktur und sich daraus ergebene Angelstellen (Hot Spots) entwickelt. Diese Stellen zu finden machen einen nicht Unerheblichen Teil der Angelei aus und schärft sich über Jahre hinweg immer weiter.
Je nach Gewässer, Jahreszeit und und Teilnehmerwunsch versuchen wir, in diesem Kurs Barsch, Zander und Hecht zu überlisten. Von unserer Seite wird ein Schwerpunkt auf die moderne Kunstköderangelei (vornehmlich mit Gummiködern) gelegt, da diese aus unserer Sicht in den Berliner Anglerprüfungslehrgängen aufgrund des straffen Lehrplans kaum Beachtung finden können.
Die Kunstköderangelei ist besonders geeignet, um neue Gewässer kennen zu lernen oder größere Gewässerstrecken abzufischen. Sie ist für Ufer- wie auch für Bootsangler gleichermaßen interessant. Wichtig ist aber, dass man bereit ist, einen Großteil des Angeltags mit dem Wechsel der Angelstellen zu verbringen und unter Umständen häufige Köderwechsel vorzunehmen. Da vor allem Großfische nicht unbedingt in unmittelbarer Nähe zueinander stehen und viele Raubfische Reviere bilden, kann das Abfischen einer großen Strecke durchaus erfolgreich und notwendig für den Fangerfolg sein. Auch haben nicht immer alle Fische zur gleichen Zeit Hunger und sind auf Beute aus.
Da die Ausrüstung nicht so umfangreich sein muss wie beim Ansitzangeln auf Friedfische, ist sie durchaus für Angler attraktiv, die zu Fuß unterwegs, auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind oder aber nur mal kurz am Abend noch „ne halbe Stunde“ ihr Glück versuchen wollen. Mit einer Rute, Kescher und einer Auswahl an Ködern, die sich leicht in einem Rucksack verstauen lassen, kann man auch durchaus mal in der Mittagspause, nach Feierabend oder auch im Urlaub dieser Form der Angelei nachgehen. Die Wahl des Ködersortiments ist dabei abhängig von der Zielfischart und natürlich den Gewässerbedingungen. Sucht man die Räuber am Gewässergrund, so muss der Köder in Gewässern mit starker Strömung schwerer gewählt werden als in Stillgewässern, damit man in entsprechende Tiefen kommt. Durch die Köderfarbe kann man je nach Wassertrübung und Zielfischart seine Erfolgschancen verbessern.
Die Angelfischerei mit Kunstködern ist so verschieden, dass ein Gesamtüberblick über die Ausrüstung nur schwer möglich ist.
Die Ruten für das Kunstköderangeln mit leichten Ködern (bis maximal 10 g) weisen eine typische Länge von 1,8 – 2,5 m auf. Die Aktion ist etwas Geschmackssache, der eine liebt es härter, der andere weicher. Wichtig ist ein guter Kontakt zum leichten Köder, damit dieser sauber geführt werden kann. Damit die leichten Köder weit geworfen werden können, wird die Schnur verhältnismäßig dünn gewählt. 0,20 mm monofil oder eine dünnere geflochtene Schnur sind geeignet. Die Rollen sind daher entsprechend klein und leicht. Für das Spinnfischen sollten Sie keine zu billigen Rollen verwenden, da die Beanspruchung durch das ständige Auswerfen und Einkurbeln deutlich höher ist, als z.B. beim Posen- oder Grundangeln. Rollen, die im entscheidenden Augenblick blockieren, bleiben zwar auch ein Leben lang in Erinnerung, aber in keiner guten.
Beim Spinnfischen mit schwereren Ködern sollte die Rute etwas länger aber vor allem härter sein. Wenn sich die Rutenspitze schon beim Einkurbeln des Köders stark biegt, kann man einen schweren Köder nicht sauber führen. Die Schnüre sind deutlich dicker (0,30 mm Monofil, bis hin zu 0,6 beim Welsangeln), wobei meist entsprechende geflochtene Schnüre mit wesentlich geringerem Durchmesser verwendet werden. Auch die Rollen brauchen dann natürlich ein größeres Fassungsvermögen und ein stabileres Getriebe, da ein Großfisch schon mal ein paar Meter Schnur von der Rolle ziehen kann. Beim Angeln auf Hechte werden immer wieder Stahlvorfächer empfohlen, da die scharfen Zähne im Hechtmaul andere Schnur gerne zerreißen.
Für den Einstieg in die Raubfischangelei mit Kunstködern empfehlen wir unbedingt eine Rute-Rolle-Kombination mit Stationärrolle. Die zur Zeit in Mode kommende Multirollenangelei (Baitcaster) eröffnet dem Angler zwar noch eine größere Flexibilität in Sachen Wurfpositionen und Zielgenauigkeit, jedoch ist es selbst für erfahrene Angler schwierig, das Werfen mit diesen Rollen zu erlernen.
Für den Einstieg in diese Art der Raubfischangelei muss man mit ca. 120 – 150 € Kosten für Rute, Rolle und Schnur rechnen. Das Zubehör wie Köder und Haken ist im Preis sehr variabel.
In unseren mindestens 3 Stunden dauernden Kursen bekommen Sie einen Überblick über die verschiedenen aktuellen Köder und deren Führung. Sie haben die Gelegenheit, verschiedene Combos (Ruten und Rollen) zu testen und so für sich das richtige Gerät zu ermitteln. Gemeinsam erkunden wir erfolgversprechende Angelstellen und versuchen, an die aktuellen Gegebenheiten angepasst den Köder zu präsentieren und einige Hechte, Zander und/oder Barsche zu überlisten.
Sofern die Angelei erfolgreich war (eine Garantie können auch wir leider nicht geben), zeigen wir Ihnen gerne noch, wie man einen Fisch weiter verarbeitet (Ausnehmen/Filetieren).
Prinzipiell stehen jedem, der die Angelei erlernen will unsere Kurse offen. Jedoch gibt es in Berlin und Brandenburg gesetzliche Bestimmungen und Voraussetzungen, wenn man der Angelfischerei nachgehen will.
Für unsere Raubfischkurse gelten in Berlin und Brandenburg folgende Voraussetzungen:
Da in beiden Bundesländern der Fischereischein "A" Voraussetzung für die Raubfischkurse ist ergibt sich automatisch ein Mindestalter von 14 Jahren für die Teilnehmer. Erst ab diesem Alter kann man die Anglerprüfung ablegen, die Voraussetzung für den Erwerb des Fischereischeins ist.
(1) Angelkarten für die entsprechenden Gewässer können wir nach Absprache für Sie besorgen. Der Preis für die Angelkarten ist nicht im Kurspreis enthalten.